Kapo St.Gallen: Prävention - Wichtig ist die Botschaft, nicht die Form!​

Polizistinnen und Polizisten stehen regelmässig im Kontakt mit Einwohnerinnen und Einwohnern und sind dabei oft mit kriminalpräventiven Fragestellungen konfrontiert.

Diese Form des persönlichen Austausches ist auch heute noch wichtig. Prävention wird zwar in der modernen Welt vornehmlich in digitaler Form betrieben, beispielsweise auf den sozialen Medien. Auch viele Medienmitteilungen der Kantonspolizei St.Gallen, beispielsweise nach Einbruchdiebstählen oder Schockanrufen, haben einen präventiven Zweck. Was aber nicht ausser Acht gelassen werden darf, ist der Aspekt, dass auch Infobroschüren und Flyer in Papierform weiterhin eine Bedeutung haben.

Unaufhaltsam ändern sich die Zeiten. Die digitale Transformation schreitet voran, die Welt dreht sich gefühlt immer schneller und in vielen Lebenslagen ist die heutige Bevölkerung wohl mehr gefordert als je zuvor. Auch kriminelle Machenschaften unterscheiden sich stark von solchen, wie sie noch vor einigen Jahren verübt worden sind. Täterische Vorgehensweisen, Verhaltensmuster und verschiedenste Kriminalphänomene ändern sich in einem fast atemberaubenden Tempo. Eine gut funktionierende Prävention durch die Polizei wird damit zu einem wichtigen Puzzleteil in diesem Spannungsfeld.

Die Kantonspolizei St.Gallen verfasst ganz gezielt Medienmitteilungen, um auf Diebstähle, Schockanrufe oder andere aktuelle Ereignisse aufmerksam zu machen. Allein im Jahr 2023 waren es in der eigentlichen Ereigniskommunikation rund 1’300 Medienmitteilungen. Deren präventive Inhalte sowie Blogbeiträge, Videoreportagen und Vieles mehr werden tagtäglich von der Kantonspolizei St.Gallen auf den sozialen Medien ausgespielt – alles mit dem Ziel, die Bevölkerung zu sensibilisieren und präventive Schlüsselbotschaften zu platzieren.

Kriminalpräventive Arbeit

Ebenfalls wichtig für die Polizeikorps im ganzen Land ist die Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP). Dies ist die interkantonale Fachstelle im Bereich der Prävention von Kriminalität und Kriminalitätsfurcht. Die SKP ergänzt die Auswahl an wichtigen Präventionsthemen fortlaufend und passt diese den sich verändernden Begebenheiten und Phänomenen an. In diesem Zusammenhang spielt die Sicherheitsberatung der Kantonspolizei St.Gallen eine wertvolle Rolle. Beratend unterstützt sie Bürgerinnen und Bürger mit Vorträgen und zu verschiedenen präventiven Fragestellungen.

Es schadet mit Sicherheit nicht, einen Blick in die Auswahl der zurzeit 51 Infobroschüren zu werfen. Die Kantonspolizei St.Gallen freut sich auch in Zeiten flächendeckender Digitalisierung noch darüber, wenn diese Broschüren an der einen oder anderen Stelle mit Publikumsverkehr aufgelegt werden. Die Flyer lassen sich auf einfache Art und Weise kostenlos bei der Kantonspolizei bestellen: Hier der Link zum Kapo-Shop.

Prävention muss nicht glorreich sein

Das berühmte Zitat von Dr. William H. Foege, „There’s no glory in prevention.“ oder auf Deutsch „Es gibt keinen Ruhm in der Prävention“ hat sicherlich einen wahren Kern, denn Präventionserfolg lässt sich nicht messen. Wenn beispielsweise eine 70-jährige Frau aufgrund wiederholter gut platzierter Präventionsbotschaften einen betrügerischen Trick entlarvt und rechtzeitig die Polizei beizieht, so ist es im Endeffekt dennoch der erfolgreiche Zugriff und die Festnahme des Täters, durch welche der ganze Ruhm eingeheimst wird. Dass die Frau ohne gute Prävention „den Braten gar nicht erst gerochen hätte“, gerät rasch in den Hintergrund.

Prävention muss nicht glorreich sein – sie muss am Ziel ankommen und das Verhalten der Menschen beeinflussen. Oder wie im Titel dieses Beitrags erwähnt: Wichtig ist die Botschaft der Prävention, nicht deren Form!

Nur das Nötigste – dies aber sehr gut!

Die Kantonspolizei St.Gallen betreibt Präventionsarbeit in vielerlei Hinsicht. Dies geschieht interdisziplinär und über mehrere Hauptabteilungen hinweg. So bietet beispielsweise der Fachdienst Sicherheitsberatung sowohl Vorträge als auch Einzelgespräche an und berät Firmenkunden sowie Privatpersonen über einbruchhemmende Massnahmen. Ein weiteres Beispiel ist das Bedrohungs- und Risikomanagement (BRM), welches im proaktiven Gewaltschutz tätig ist. Risikopersonen und Bedrohungssituationen sollen frühzeitig erkannt, eingeschätzt und entschärft werden. Zielgerichtete, schwere Gewalt soll dadurch möglichst verhindert werden. Das BRM ist Anlaufstelle bei Bedrohungssituationen für Ämter, Behörden und Firmen sowie Ansprechpartner verschiedener Hilfsorganisationen wie Beratungsstellen, Frauenhäuser, etc.

Ansprechpartner für Jugendliche, Eltern, Schulen, Behörden sowie Institutionen aus dem Jugendbereich ist der Jugenddienst. Diese Mitarbeitenden leisten im Weiteren auch Präventionsarbeit mittels Vorträgen an Schulen und an öffentlichen Anlässen. Ein wichtiger Pfeiler der Verkehrssicherheit und der Unfallprävention ist die Verkehrsinstruktion. Die Verkehrsschulung von Schülerinnen und Schülern gehört zu ihrem Aufgabengebiet. Auch im Bereich Cybercrime wird bei der Kantonspolizei St.Gallen gezielte und ressourcenintensive Präventionsarbeit geleistet. Viele weitere Fachdienste wie etwa die Kriminalanalyse, das Lage- und Nachrichtenzentrum oder die Kommunikationsabteilung haben ebenfalls Aufgaben im präventiven Bereich. Ebenso natürlich die gesamte Grundversorgung, sprich; alle Polizistinnen und Polizisten mit Bürgerkontakt!

Präventionsarbeit ist sehr wertvoll, dessen ist sich die Kantonspolizei St.Gallen sicher. Das Ziel ist es, noch bedeutend mehr in diesem Bereich tun zu können. Der Anspruch ist es, noch stärker und noch effektiver in der Prävention wirken zu können. Dies erlauben aber die personellen Ressourcen nicht, welche der Kantonspolizei St.Gallen zur Verfügung stehen. Das Nötigste an Präventionsarbeit ist gerade noch möglich – dies aber sehr effizient und gut!













 

Quelle: Kantonspolizei St.Gallen
Bildquelle: Kantonspolizei St.Gallen

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